Für viele treten wir nun in die schwierigste Zeit im Jahr ein. November – Totengedenkmonat und das aus gutem Grunde. Die Blätter fallen, die Natur erstarrt, die Tage sind kurz und oft grau. Doch beginnt dieser Monat mit dem Fest Allerheiligen.
Ja, es sind nicht wenige, die es geschafft haben, die bei Gott unsere Fürsprecher sind, Beispiele der Erlöstheit. Hoffnung für uns, auch dabei zu sein. Und dann das Ende. Der Monat wird mit dem Christkönigssonntag abgeschlossen. Am Ende der Zeiten, am Ende unseres Lebens, fallen wir nicht in ein schwarzes Loch, am Ende wartet Christus, der König der Welt, auf uns.
Auf eindrückliche Weise zeigt uns das der Rauenberger Hochaltar. Christus, mit dem für uns geöffneten Herzen, kommt uns entgegen, mit weit ausgebreiteten Armen, um uns an sich zu drücken, an sein Herz. So wird November von einem tristen, dunklen Monat zu einer Zeit der Erwartung, der Hoffnung und des Lebens, geradezu zu einem Voradvent. Lassen Sie sich von dieser Botschaft der Gottesdienste mitnehmen.
Als hoffnungslos Kranker, hat der Schauspieler Ernst Ginsberg diese Worte geschrieben:
„ Zur Nacht hat ein Sturm alle Bäume entlaubt,
sieh sie an, die knöchernen Besen.
Ein Narr, wer bei diesem Anblick glaubt,
es wäre je Sommer gewesen.
Und ein größerer Narr, wer träumt und sinnt,
es könnte je wieder Sommer werden.
Und grad diese gläubige Narrheit, Kind,
ist die sicherste Wahrheit auf Erden.“
Es grüßt Sie und Ihre Familien,
Pfarrer Joachim Viedt

