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Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ...

 

Neuanfänge sind etwas Wunderbares.

Wer hat noch nicht davon geträumt neu anzufangen?

Wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt und schon die Vorfreude drauf einen kribbelig werden lässt.

Wenn jemand sagt, „ich fange noch einmal neu an“, liegen oft durchwachte Nächte, Sorgen, Ängste hinter ihm. Und oft sind die Spuren dieser Entscheidung voller Tränen und Schmerz.

So ging es bestimmt  auch den Freundinnen und Freunden von Jesus. Wie erschüttert müssen sie gewesen sein, als Jesus gefangen genommen und ans Kreuz genagelt wurde. Sie verloren nicht nur einen Freund, sie verloren mit seinem Tod auch all ihre Hoffnungen, Visionen und Lebensinhalte.

Ich denke viele von uns kennen diese Gefühle nur zu gut: Wenn man denkt, dass um einem herum alles in Scherben zerbricht, man keinen Ausweg mehr sieht, wenn Träume zerplatzen oder wenn Menschen, die mir wichtig waren nicht mehr da sind. Dann sieht man oft keine Zukunft mehr und alles um einem herum scheint dunkel.

In einer solchen Situation halten wir oft an dem Alltäglichen fest. So auch Maria und Maria von Magdala.

Sie machen sich auf den Weg, zum Grab Jesu. Um ihn zu salben. Als sie ankamen sehen sie, dass der Stein bereits weggerollt ist, sie sind nicht erleichtert sondern viel mehr verunsichert.

Sie betreten das dunkle Grab – es ist leer. Nur langsam tasten sie sich wieder heraus. Ein Staunen erfüllt ihre Herzen. Ein kleiner Funke Freude. Was geschieht, das können sie selbst kaum in Worte fassen:

Gott ist stärker als der Tot!

Gott hat die Nacht durchbrochen – er hat den Raum der Dunkelheit, des Leiden und der Verzweiflung mit Licht gefüllt.

Maria und Maria von Magdala  geraten nicht sofort in unbändige Freude. Die Angst, Sorge und Enttäuschung ist nicht einfach abzuschütteln. Denn die Wundmale Jesu bilden auch später noch Narben.
Es wird nie wieder so sein, wie es war.
Ein Neuanfang – die Auferstehung Jesu – heißt eben nicht:
Wir ziehen wieder durch die Lande, predigen von Gott und  heilen. Nur langsam wird den Menschen, die Jesus nahe stehen, dies bewusst. Gott hat mit der Auferstehung  Jesu die Dunkelheit durchbrochen.

Jesus verlässt seine Freunde und bleibt ihnen doch erhalten.
Jesus überwindet den Tod und doch müssen wir alle sterben.
Auferstehung ist nicht die Auslöschung allen Leidens.
Es ist mehr ein Versprechen: Sterben heißt Leben.

Auferstehung heißt, den Wandel zum Leben zulassen.
Gottes Geist ist stärker als Tod und Zerstörung: Er selbst ist das Licht, das alle menschliche Dunkelheit erhellt. Damals wie heute.
Jesus ist auferstanden.
Halleluja!                                                                             Ihre  Bettina Hartnagel

 

 

 

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