Das Sakrament der Firmung
Die Firmung ist neben Taufe und Eucharistie eines der drei "Initiationssakramente". Während die Taufe den Menschen in die Glaubensgemeinschaft eingliedert, bestärkt ihn die Firmung auf seinem Weg. Die Eucharistie ist ständige Kraftquelle christlichen Glaubens und Lebens. In der frühen Kirche waren die drei Sakramente eines. Noch heute ist dies in der Ostkirche so.
Für ausführliche Informationen zur aktuellsten Firmvorbereitung folgen Sie bitte folgendem Link:
Die Bedeutung der Firmung
"firmare" ist lateinisch für "stärken/ bekräftigen". In der Firmung bekommen die Firmanden die Stärkung durch Gottes heiligen Geist zugesagt. Er soll ihnen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg beistehen und dazu beitragen, dass sich ihre Talente und Fähigkeiten entfalten können.
"Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Die Firmung besiegelt, was in der Taufe zugesagt war: die Liebe Gottes zum Menschen. Gott kennt jeden und ruft ihn beim Namen. Jeder Einzelne ist für Gott wertvoll und wichtig. In der Firmung antwortet der Firmand darauf. Haben die Eltern und Paten bei der Kindertaufe den Glauben für den Firmanden bekannt, bekräftig er diesen nun selbst. Er bestätigt seine Absicht, mit der Hilfe des heiligen Geistes als Christ in Gesellschaft und Kirche zu wirken.
Die Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung
In der Regel wird das Sakrament der Firmung im Jugendalter gespendet. Alle zwei Jahre - im Dekanat Wiesloch jeweils in den geraden Jahren - werden die Jugendlichen auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, unverbindlich an der Firmvorbereitung teilzunehmen. Die Entscheidung, sich (nicht) firmen zu lassen, fällt am Ende der Vorbereitungszeit. Die Vorbereitungsmodelle können je nach Kirchengemeinde verschieden sein.
In der Kirchengemeinde Letzenberg steht das Firmkonzept insbesondere auf drei Säulen:
- Durch den regelmäßigen Gottesdienstbesuch können die Firmanden ihre Gottesbeziehung vertiefen und Gott feiern.
- In sozialen oder gemeindlichen Projekten verleihen sie ihrem Glauben Ausdruck.
- Inhaltlich beschäftigen sich die Firmanden im Laufe der Vorbereitung mit den Inhalten des Glaubensbekenntnisses -
ob in r
egelmäßigen Gruppenstunden, im Rahmen eines mehrtägigen Klosterbesuches oder im Rahmen spiritueller Angebote wie Wanderungen auf dem Jakobsweg.
Auch Erwachsene können sich firmen lassen. Ähnlich wie bei der Erwachsenentaufe kann es dazu individuelle Vorbereitungsmodelle geben. Für nicht Getaufte empfiehlt sich der Weg des "Erwachsenenkatechumenats", der an Angebote des Dekanats Wielsoch und der Erzdiözese Freiburg rückgebunden ist. Bereits Getaufte werden meist in der Kirchengemeinde vorbereitet und empfangen - je nach Situation - die Firmung in der Osternacht oder gemeinsam mit den Firmanden der Seelsorgeeinheit.
Wissenswertes rund um das Sakrament der Firmung
Die Liturgie der Firmung enthält einige zentrale Elemente und Zeichen.
Zu ihnen gehören:
- Taufbekenntnis
Der Firmand bekennt vor Gott, dem Firmspender und der Gemeinde seinen Glauben. Er bekräftigt sein "Ja" zum dreifaltigen Gott und sein "Nein" zu allem, was ihm und anderen schadet und damit nicht im Sinne Gottes ist. Im Gegensatz zur Kindertaufe ist der Firmand mittlerweile herangewachsen und mündig genug, selbst für seinen Glauben einzustehen. - Handauflegung
Der Firmspender - ein (Weih-)Bischof oder vom Bischof Beauftragter - legt dem Firmanden die Hand auf. Dieses sinnenhafte Zeichen steht für die Nähe Gottes, seinen Schutz und Auftrag: Lebe Deinen Glauben, lass Dich und Dein Leben verändern. - Salbung mit Chrisam
Der Firmand wird wie einst Könige, Priester und Propheten mit Öl gesalbt. Als einer, der zu Christos, dem Gesalbten, gehört, soll der Firmand Verantwortung für seine Mitmenschen und seine Umwelt übernehmen, immer wieder neu mit Gott in Kontakt treten und einstehen für Recht und Gerechtigkeit. - Besiegelung mit dem Kreuz
Die Salbung mit Chrisam erfolgt im Zeichen des Kreuzes, begleitet von den Worten "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den heiligen Geist." Der Geist Gottes soll das Leben des Firmanden prägen. Dieser bekräftigt die Zusage mit dem Wort "Amen" - "Ja, so soll es sein; ich will es versuchen."
Dem Firmanden steht ein Pate/ eine Patin zur Seite. Der Pate muss katholisch, gefirmt und mindestens 16 Jahre als sein und der Gemeinschaft der Kirche angehören. Seine Aufgabe ist es wie bei der Taufe, dem Firmanden auf seinem Lebens- und Glaubensweg den Rücken zu stärken und Ansprechpartner zu sein. Daher legt der Pate dem Firmanden während der Firmung durch den Firmspender die Hand auf die Schulter. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, wenn Firm- und Taufpate identisch sind.
Firmung in unserer Kirchengemeinde
Die Spendung des Firmsakraments an Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren erfolgt nach einem gemeinsamen Vorbereitungsweg. Für das Dekanat Wiesloch, welchem wir angehören, findet die Firmspendung im Zwei-Jahres-Rhythmus in geraden Kalenderjahren an einem Wochenende im November statt.
Die betreffenden Firmanden der beiden Jahrgänge werden im Januar desselben Jahres mit einem persönlichen Brief angeschrieben und über den Vorbereitungsweg und die Firmung informiert.
Kontakt
Für weitere Informationen zur Vorbereitung auf die Firmung kontaktieren Sie bitte eines der Pfarrämter unserer Seelsorgeeinheit oder Pastoralreferentin Antje Kaminski.
Alle Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Unterseite "Kontakte".
Bildnachweis
Quelle: www.pfarrbriefservice.de
Copyright:
Firmand, Pate und Priester: Johann Andorfer; Hl.-Geist-Kirchenfenster: Jim Wanderscheid
Die Bilder des Firmspenders Monsignore Wolfgang Sauer, vom Besuch der Firmanden im Pflegeheim und vom Jakobsweg sind im Rahmen der Firmung 2010 in der Seelsorgeeinheit Mühlhausen entstanden. Fotos: Thomas Macherauch, Barbara Rühl

