25. November 2010: Zungenpfeifen werden eingebaut
Jetzt steht wieder ein Baugerüst vor der Orgel: Für die Außenseite sind weitere Blindpfeifen sowie Glasplatten eingetroffen. Und ins Innere der Orgel wird eine andere Art von Orgelpfeifen eingebaut: Die Linugal- oder Zungenpfeifen.
Zungenpfeifen für das Register Hautbois (Oboe)
Das Bild zeigt noch nicht eingebaute Zungenpfeifen. Anders als bei den bisher verbauten Lippenpfeifen, die ähnlich wie eine Blockflöte funktionieren, erzeugen die Zungenpfeifen den Ton durch eine schwingende Zunge. Das Unterteil der Pfeife nennt man Stiefel, das eingesteckte Oberteil, welches als Resonanzkörper fungiert, ist der Becher. Im Becher untergebracht ist die klingende Zunge. Diese kann über den nach außen ragenden Draht (die sogenannte Stimmkrücke) gestimmt werden. Die hier abgebildeten Zungenpfeifen gehören zum Register Hautbois (Oboe).
Blick in das Innere einer Zungenpfeife
Ganz links im Bild sieht man die Zunge, die leicht nach oben steht. Die Stimmkrücke, deren Ende auf der Zunge aufliegt, kann auf der Zunge entlang verschoben werden, und verändert so das Schwingverhalten und damit den Ton der Pfeife.
Eingebaute Zungenpfeifen im Hauptwerk
Das einzige Register mit Zungenpfeifen im Hauptwerk ist das Trompetenregister. Es ist hier im Bild der mittleren Windlade ganz rechts zu erkennen. Einige der Pfeifen sind rechtwinklig abgeknickt. Dies ermöglicht den Einbau auch dort, wo in der Höhe wenig Platz ist. Man spricht hier von gekröpften Pfeifen.


