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"Trotzdem"

 

Liebe Leserinnen und Leser unseres Pfarrblattes!

Der ein oder die andere wird sich vielleicht Fragen, was sucht ein Clown auf unserem Pfarrblatt? Man erwartet doch eher ein frommes Bild mit einem christlichen Symbol. Doch ich finde der Clown passt ganz gut auf unser Pfarrblatt und das nicht nur weil wir uns mitten in der Faschingszeit befinden. Der Clown will uns etwas sagen, er hat eine Botschaft: er lädt uns ein, auch dem Frohsinn und dem Humor seinen Platz in unserem Leben zu geben. Wer immer nur das Trübsinnige und Traurige sieht, für den wird am Ende die Sonne nicht mehr scheinen. Dabei bietet das Leben einiges mehr, Gott hat die Welt in bunten Farben und mit vielfältigen Menschen geschenkt. Darüber sollen wir uns freuen und diese Freude dürfen wir im Fasching auch zeigen. Die schönen bunten Kostüme, tolle Büttenreden, Lachsalven - das alles gehört zum Fasching.

Manche werden aber fragen: Soll ich auf Knopfdruck ausgelassen und fröhlich sein, nur weil im Kalender es steht? Freude muss doch aus der Tiefe des Herzens kommen, wenn sie echt sein soll.

Ich muss ja den Kritikern etwas Recht geben, und trotzdem glaube ich, dass es im Leben Phasen der Freude geben darf, die wir miteinander feiern sollen. Natürlich kann man schon Angst bekommen und traurig sein, wenn man täglich die Nachrichten von Krieg, vom Hunger und der Armut in der Welt hört. Wer aber meiner Ansicht nach christlich denkt, der kann sich sagen und vertrauen: Gott steht uns bei und hilft uns, solche Krisen durchzustehen und gute Lösungen zu finden. Wir können darauf vertrauen, dass Gott am Ende der Stärkere sein wird.

Und deshalb sagen, all diejenigen die Fasching feiern ein herzliches „TROTZDEM“ zu den Dingen die einem ganz und gar nicht zum Lachen sind. Trotz den Krisen in der Welt darf man tanzen und ausgelassen sein. Trotzdem darf man mal so richtig lustig sein! Denn auf diese Weise kann man neue Lust an dieser Welt finden und Kraft für die alltäglichen Dinge schöpfen.

Wenn Sie Fasnet, Karneval oder Fasching richtig mitfeiern, wünsche ich Ihnen viel Freude. Und wenn nicht, dann möchte ich ihnen einen kleinen Rat mit auf dem Weg geben, dann steigen sie in diesen Tagen einfach mal aus, gehen sie einen Schritt zurück von den grauen Alltagssorgen. Lachen sie ihnen ins Gesicht mit einem kräftigen Ha-Ha-Halleluja. Was nichts anders heißt als: Lob sei Gott. Ihm ist der Sieg.

In diesem Moment sind sie ganz ernsthaft mit den Narren verbunden. Die trotzen auf ihre Weise dem Widrigen in dieser Welt mit ihrem Alaaf. Was nichts anderes ist als eine Verkürzung: Ralau. Mü-Hoi, Helau . Und Halleluja.                        

Ihre Bettina Hartnagel

 

 

               

 

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