07. September 2010: Fortschritte am Windwerk
Das Windwerk soll die Orgelpfeifen mit dem notwendigen Luftstrom versorgen. Schwankungen im Luftstrom können ein charakteristisches Beben im Ton erzeugen, welches zum Beispiel im Barock typisch war. Heute wird der Wind in der Orgel eher stabil gehalten.
Aufnahmekasten für das Gebläse
Der für die Orgelpfeifen benötigte Wind wird zunächst von einem elektrischen Gebläse erzeugt. Dieses wird später in den jetzt neu installierten Holzkasten im Vordergrund eingebaut. Der allein vom Gebläse erzeugte Wind ist noch instabil und würde je nach Beanspruchung durch eine größere oder kleinere Zahl von gleichzeitig gespielten Orgelpfeifen schwanken.
Der Vorbalg
Mehrere Bälge sorgen dafür, dafür, dass der Wind stabilisiert wird.
Hier blicken wir von der anderen Seite in die im Bau befindliche Orgel. Der Kasten für das Gebläse ist nun im Hintergrund. Die Luft füllt zuerst den Vorbalg, welcher im zweiten Holzkasten (hier im Vordergrund) untergebracht ist. Der Vorbalg dient einer ersten Stabilisierung des Windes.
Die Pedalerie
Neu am Spieltisch sind nun die Pedale montiert. Diese spielt der Organist mit den Füßen, und bringt damit tieftonige Pfeifen zum Erklingen. Der Wind für die Pfeifen kommt direkt aus dem Vorbalg und legt bis zur Pfeife einen relativ weiten Weg zurück. Daher kann hier die Stabilität des Winds leicht schwanken. Die Pedalpfeifen können also in gewissem Maß „windstößig" sein.
Weitere Windstabilisierung in den Windladen
Die Töne, die der Organist über die Manuale (als die von Hand gespielten Tasten) zum Klingen bringt, werden von Pfeifen erzeugt, die auf der mittleren und der oberen Windlade stehen. In diesen Windladen wird der Wind durch weitere Bälge stabilisiert, so dass diese mit besonders stabiler Reinheit klingen können.


