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Maria Maienkönigin

 

Maria Maienkönigin…..

So beginnt ein Marienlied aus dem 19. Jahrhundert, welches sich im Gotteslob unter Nr. 890 findet. Nun ist der Mai zwar bereits auf seiner Höhe, manch Maiandacht liegt bereits hinter uns, wie auch die Letzenbergwallfahrt, aber noch liegt ein gutes Stück Mai vor uns und damit auch ein Stück der Marienfrömmigkeit.

An unserer Beziehung zur Gottesmutter, oder unserer Nichtbeziehung, zeigt sich sehr viel. Es geht dabei auch um unsere Beziehung zur Mutter und die ist nicht nur von irrationalen Emotionen und Gefühlen geprägt, sondern ein Teil unserer Persönlichkeit. Vater hin oder her, die Mutter bringt die Wärme ins Leben und bestimmt unseren Charakter mehr als alles andere.

Bei den alten Marienliedern denke ich seit Jahren immer auch an die Rauenberger Frauen, die sich 1942 gegen die Verhaftung ihres Pfarrers zur Wehr setzten. Selbst verhaftet, sangen sie im Gefängnis ihre gewohnten Marienlieder und machten sich und anderen damit Mut. Ja, auch das ist Marienfrömmigkeit, aus dem Geist der Mutter Widerstand zu leisten.

Das ist nicht mit dem Maienmonat zu Ende. Maria, so berichtet es die Bibel, war mit den Jüngern ständig im Gebet versammelt, bis der Heilige Geist am Pfingstfest auf sie herab kam, sie stärkte und hinaus führte aus der Trauer zur Mission, zur Weitergabe des guten und lebensstiftenden Glaubens.

So heißt es in der fünften Strophe des erwähnten Liedes: „Die Seelen, kalt und glaubensarm, die mit Verzweiflung ringen, o mach sie hell und liebewarm, damit sie freudig singen.“ Ja singen wir, nicht nur im Mai, die schönen und stärkenden Marienlieder. So endet auch das Lied Gl 890 mit dem Vers: „Du Frau, die Gottes Größe preist, uns deinen Glauben lehre. Dem Vater, Sohn und Heiligen Geist in Ewigkeit sei Ehre.“

 

Ihnen allen noch frohe Ostertage wünscht Pfarrer Joachim Viedt.

 

 

 
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