29. September 2010: Die Orgelpfeifen sind geliefert
Am Nachmittag des 29. September 2010 wurden Holz- und Metall-Pfeifen für unsere neue Orgel in die Kirche geliefert.
Die Holzpfeifen stammen aus eigener Produktion der Firma Göckel. Die Herstellung der Metallpfeifen ist sehr aufwändig. Daher werden sie nicht von der Firma Göckel selbst produziert, sondern von einer spezialisierten Firma zugeliefert. Jedoch ist ein erfahrener Orgelbauer der Firma Göckel dabei, die zugelieferten Pfeifen nachzuarbeiteten, um ihnen abgestimmt auf unsere Orgel den letzten Schliff in Sachen Tonhöhe und Klangfarbe zu geben. Diese Feinarbeit wird in der Werkstatt vorgenommen. Daher war im Kirchenraum in den Tagen vor der Anlieferung nur wenig Fortschritt zu sehen.
Die Anlieferung der Orgelpfeifen
Per Lastwagen fand die wertvolle Fracht den Weg auf unseren Kirchplatz. Johannes Göckel legte selbst Hand mit an, um den Lkw zu entladen.
Die Pfeifen liegen zum Einbau bereit
Zunächst wurden die Pfeifen fein säuberlich im Kirchenraum aufgestapelt. Die meisten werden Ihren Platz direkt auf den Windladen finden. Ein Teil der Pfeifen wird nach außen sichtbar angebracht werden. Für diese sogenannten Prospektpfeifen muss dann der Wind über Rohrleitungen von Windlade zur Orgelfassade geleitet werden. Insgesamt wird unsere neue Orgel 978 Orgelpfeifen haben.
Die Metallpfeifen
Der größere Teil unserer Orgelpfeifen ist aus Metall. Man unterscheidet Lippenpfeife (Labialpfeifen), die wie eine Blockflöte funktionieren, und Zungenpfeifen (Lingualpfeifen), die den Ton durch eine schwingende Zunge erzeugen. Typischerweise kommen deutlich mehr Lippenpfeifen zum Einsatz. Die hier abgebildeten Pfeifen sind Lippenpfeifen. Ihre Tonhöhe hängt von der Pfeifenlänge ab: Je länger die Pfeife, umso tiefer der Ton. Die Klangfarbe hängt von der Form der Pfeife ab. Pfeifen gleicher Klangfarbe, die eine Reihe von Tonhöhen abdecken, bilden ein Register.
Die Holzpfeifen
Diese Holzpfeifen sind ebenfalls Lippenpfeifen. Das besondere an den hier abgebildeten Pfeifen ist, dass sie am oberen Ende durch einen Deckel verschlossen sind. Man spricht von gedackten Pfeifen. Diese Deckelung hat mehrere Effekte: Der Ton klingt eine Oktave tiefer und hat weniger Oberschwingungen. Außerdem sind gedackte Register deutlich leiser als offene Register.


