12. November 2010: Einstimmung des Manual II
Viel zu sehen und zu hören gibt es an der Orgelbaustelle: Auf den Windladen im Inneren der Orgel werden immer mehr Pfeifen eingebaut, so dass immer mehr Register spielbar werden. Und der Kirchenraum hat sich auch verändert.
Eingebaute Register im Hauptwerk
Auf der mittleren Windlade hat sich viel getan: Die Pfeifen von sechs Registern sind bereits eingebaut. Ein Register besteht aus 58 Pfeifen und erstreckt sich in mehreren Reihen über volle Breite der Windlade. Wir sehen hier von links nach rechts: Principal 8', Rohrflöte 8', Octave 4', Flöte 4', Octave 2' und Mixtur. Das Mixturregister (ganz rechts) enthält mehr Pfeifen, da in diesem Register jeder Ton aus 4 Tönen gemischt wird, die zum Grundton Quinten und Octaven bilden.
Im Vordergrund sind die Stellmotoren zu sehen, mit denen die Register über bewegliche Lochbretter aktiviert werden.
Einstimmarbeiten auf der oberen Windlade
Die Register des Manual II werden auf der oberen Windlade aufgebaut. Begonnen wird mit dem Register Gedackflöte 8'. Gedackt heißt, dass die Pfeifen oben verschlossen sind, wodurch der Ton leiser und eine Oktave tiefer klingt. Der Orgelbaumeister Herr Becker hat eine Pfeife aus dem Pfeifenstock genommen, und bearbeitet sie nun sorgfältig nach, um sie im Ansprechverhalten und Tonhöhe harmonisch auf die anderen Pfeifen abzustimmen. Diese Feinarbeit muss für jede einzelne der 978 Pfeifen unserer Orgel gemacht werden.
Verkürzte Bänke im Kirchenraum
Um den verschiedenen Chören unserer Gemeinde zu ermöglichen, auch im Bereich der neuen Orgel Aufstellung zu nehmen, wurden die Bänke in diesem Bereich verkürzt. Die gekürzten Reihen werden dann mit Stühlen erweitert, die in Gottesdiensten ohne Chorbeteiligung die Bänke wie gewohnt in gerader Linie fortsetzen. In Gottesdiensten mit Chorbeteiligung können die Stühle flexibel z.B. im Viertelkreis angeordnet werden, so dass der Chor in seiner Singanordnung sitzen kann und zum Singen nur Aufstehen muss.


