Eine Frage, der nachzugehen sich lohnt.
Gewiss wird jede und jeder eine ganz persönliche Antwort auf diese Frage geben. Der ehemalige Erzbischof von Hamburg, Werner Thissen hat einmal in der Zeitung „Die Welt“ folgende Antwort formuliert:
„Waren Sie schon einmal in einer dunklen Höhle? Wo man die Hand nicht vor dem Auge sieht? Plötzlich flammt ein Licht auf. So ist für mich Ostern: erhellendes, tröstliches, wegweisendes Licht, mitten in der Dunkelheit. Das Osterlicht ist für mich ein Zeichen für eine Person: Jesus Christus. Er ist in unsere Dunkelheit gekommen. Er hat sogar die schwarze Nacht des Todes auf sich genommen. Aber über sein Grab ist kein Gras gewachsen. Seine Freunde machen immer stärker die Erfahrung, dass Jesus lebendig bei ihnen ist. Das erfahre ich auch. Ich kann mit ihm reden im Gebet. Ich kann auf ihn hören im Wort der Bibel und in den Ereignissen meines Lebens. Ich kann ihm begegnen in den Sakramenten und in jedem Menschen. Die dunkle Höhle erlebe ich immer wieder: Leid, Krankheit, Sinnlosigkeit, Krieg. Aber weil ich Ostern feiere, wird mir nicht schwarz vor Augen. Ostern zeigt mir den Weg durch die Dunkelheit. Wenn ich vor dem Licht nicht die Augen verschließe.“
So wünsche ich Ihnen in diesem Sinn frohe und gesegnete Ostertage
Thomas Stolle, Pfarrer

