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kfd Rotenberg: Chronik

Die Frauengemeinschaft in Rotenberg wurde am 8. März 1906 durch Pfarrer Theodor Herold (1899 – 1920 Pfarrer von Rotenberg) als Müttergemeinschaft gegründet. Aufgabe der ersten Stunde war das Vorbeten bei verschiedenen Gebetsanliegen, vor allem beim Rosenkranzgebet. Nach dem ersten Weltkrieg übernahm Pfarrer Peter Keilbach (1920 – 1940 Pfarrer von Rotenberg) unsere Pfarrei St. Nikolaus Rotenberg und damit auch die Leitung der Müttergemeinschaft. Einmal im Monat nach der Nachmittagsandacht am Sonntag fand ein Vortrag für alle Mütter in unserer Kirche statt und es wurde aus dem damaligen Mitgliederbüchlein gebetet. So war die Gemeinschaft der Mütter bis 1939 lebendig.

Während der Amtszeit von Pfarrer Julius Berberich (1940 – 1944 Pfarrer von Rotenberg) durften durch das NS-Regime keine kirchlichen Zusammenkünfte stattfinden und so ruhte die Aktivität der Frauen. Pfarrer Prof. Stefan Frickhofen (1946 – 1960 Pfarrer von Rotenberg), der die Nachfolge des verstorbenen Pfarrer Berberichs antrat erneuerte nach jahrelanger Pause im Juli 1952 die Rotenberger Müttergemeinschaft erstmals. Regelmäßig wurden religiöse Vorträge geboten und Gebete ausgerichtet, die von Frau Elise Harth und Frau Ida König vorbereitet wurden. Erstmals wurde ein Beitrag von monatlich zehn Pfennigen gesammelt.

Nachdem Pfarrer Frickhofen in den Ruhestand ging brachte dessen Nachfolger der letzte Rotenberger Pfarrer Fritz Sautner (1960 – 1979 Pfarrer von Rotenberg) neuen Wind in unsere Gemeinschaft. Er bat 1961 Frau Luzia Stumpf am Dekanatstag der Frauen (in Walldorf) teilzunehmen, hierdurch wurden Kontakte geknüpft und regelmäßige Informationen und Impulse der Erzdiözese fanden ihren Weg aus Freiburg nach Rotenberg. Betstunden in der Kirche und eine jährliche Adventsfeier wurden in den Jahresablauf der Gemeinschaft eingeführt.

1971 schlossen sich vorübergehend 24 Rotenbergerinnen mit ihrer Gemeinschaft den Rauenberger Frauen an und nahmen an den Aktivitäten dort teil. Da die Größe der Rotenberger Gruppe aber immer mehr zunahm machte sich die Rotenberger Frauen unter Leitung von Luzia Stumpf 1976 wieder selbstständig.

Am 26. Juni 1979 wurde unter Pfarrer Reinmud Melzer (1979 – 1980 Pfarrer von Rotenberg, zuvor schon Pfarrer von Rauenberg) die Müttergemeinschaft hin zu einer Frauengemeinschaft urkundlich durch eine 1. Generalversammlung mit Wahl einer Vorstandschaft erneuert. Die Leitung übernahmen Luzia Stumpf und Thekla Beigel. Als Ziel unserer Gemeinschaft wurde definiert, gemeinsam soziale und kirchliche Projekte anzupacken. Darüber hinaus wurde festgelegt, dass monatlich eine Eucharistiefeier von der Gemeinschaft mitgestaltet werden soll und dabei den verstorbenen Mitgliedern gedacht werden solle, ebenso sollte die Gestaltung von Betstunden und Andachten übernommen werden. Präses unserer Gemeinschaft ist der jeweilige Ortsgeistliche.

Zur Bereicherung der Geselligkeit in unserem Städtchen wurden ab 1979 jährlich eine Krippenwanderung im Januar, die Rotenberger Frauenfastnacht, eine Theaterfahrt zu den Freilichtspielen in Ötigheim, einen Jahresausflug im Sommer und eine Adventsfeier mit immer neuen Ideen und vielen Höhepunkten durchgeführt und gehören seitdem zum festen kulturellen Jahresprogramm Rotenbergs.

Seit 1981 wurde ein Andachts- und Themenabend zum ökumenischen Weltgebetstag der Frauen im März abgehalten. Ebenso wendete sich unsere Gemeinschaft aber auch verstärkt den karikativen Aufgaben zu  und so wurde eine Besuchergruppe gegründet, die die älteren Mitbürger in Rotenberg und Patienten des PLK (heute PZN bzw. ZPF Nord) in Wiesloch um Weihnachten und zu deren Geburtstag besuchen sollten. Soziale Projekte und die Projekte des Weltgebetstages wurden aktiv unterstützt, so die Kinderhilfe in Bethlehem und die Straßenkinder in Peru.

Auf der Generalversammlung 1983 legte Luzia Stumpf ihr Amt als Vorsitzenden nieder und wurde von Pfarrer Martin Badle (1980 – 1988 Pfarrer von RaRo) zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Frauengemeinschaft hatte zu diesem Zeitpunkt 50 Mitglieder. Thekla Beigel übernahm das Amt der Vorsitzenden und führte dieses mit großem Engagement weiter.

Eine Wiederwahl des Vorstandes war bei der Generalversammlung im April 1991 nicht möglich, da der Vorstand geschlossen zurücktrat. Nach einigen Schwierigkeiten bildete sich in einer Sonderversammlung im Juni 1991 ging ein neun Frauen starkes Vorstandsteam. Diese Entscheidung war von großem Nutzen, da so noch besser das Leben unserer Pfarrgemeinde mitgestaltet werden konnte. Sei es beim gemeinsamen Gebet, bei Kirchenputzaktionen, oder bei Vorträgen. Beim gemeinsamen Besuch von Rotenbergs Kaplan (heute Pfarrer) Thomas Maier in Neudenau zeigte sich die kfd Rotenberg als eine eingeschworene Truppe in der die Umsetzung von Gemeinschaft und Hilfe am und für den nächsten an erster Stelle steht. Im Jahre 1994 gehörten über achtzig Frauen unserer Gemeinschaft an.

1995 wurde die Bastelgruppe gegründet. Maria König übernahm die Leitung und viele fleißige Hände unserer Gemeinschaft schufen in den folgenden Jahren bis heute schöne Hand- und Bastelarbeiten, die bei den vielen Veranstaltungen lohnend verkauft wurden. Aus dem Erlös war uns ist es möglich viele soziale und kirchliche Einrichtungen und Projekte zu unterstützen.

Am 8. September 1996 feierte die kfd ihr 90-jähriges Jubiläum mit einem Festgottesdienst in unserer St.-Nikolaus-Kirche und einem anschließenden Festakt im Bürgerhaus unter dem Motto „Glied einer Kette bin ich Herr – Von Dir geht sie aus, enden wird sie bei Dir“. Den Festgottesdienst in unserer Pfarrkirche zelebrierten vier Pfarrer: Der damalige Ortgeistliche Pfarrer Wolfgang Drescher (1988 – 1998 Pfarrer von Rauenberg und Rotenberg), der ehemalige Rotenberger Pfarrer Fritz Sautner, der damalige in Rauenberg wohnende Pensionär Pfarrer Adolf Jardot, der oft in Rotenberg Gottesdienst hielt und der aus Rotenberg stammende Pfarrer Thomas Maier, der uns Frauen seiner Heimatgemeinde (wie sein Pfarrerbruder Joachim Maier heute) bis heute innig verbunden ist. Die Festpredigt hielt Pfarrer Thomas Maier, am Nachmittag schloss sich der Festakt im Bürgerhaus an.

Im Februar 1998 konnten wir unseren neuen Ortsgeistlichen Pfarrer Harald-Mathias Maiba (1998-2011 Pfarrer von Rauenberg und Rotenberg) und Präses unserer Gemeinschaft begrüßen. Er setzte viele neue Akzente und legte zukunftsweisende Grundsteine.

Pfarrer Maiba baute eine Partnerschaftsbeziehung zur Gemeinde Tintay in Peru mit Rauenberg und Rotenberg auf, die auch die Herzen unserer Frauengemeinschaft immer wieder zu neuen Aktionen bewegte (Bspw. schenkten wir gemeinsam mit der kfd Rauenberg Kaffee und Kuchen bei der Gewerbeschau zugunsten Tintays aus).

Dank des Einsatzes und der Arbeit von Pfarrer Maiba und des damaligen Pfarrgemeinderates wurde der alte Kindergarten (der seit 1993 leer stand) zum Pfarrzentrum St. Michael umgebaut. Im März 2000 konnten wir in den neuen Räumen erstmals den Weltgebetstag in St. Michael abhalten. Seit dem gilt das Pfarrzentrum als Heimatstätte der kfd, in der wir Frauen schon viele schöne Stunden bei verschiedensten Versammlungen und Feiern erleben durften.

Im April 2000 bereiteten wir Frauen der kfd zum ersten Mal am Morgen des Ostersonntags nach der Feier der Osternacht um 6 Uhr ein gemeinsames Oster-Frühstück für die Pfarrgemeinde im neuen Pfarrzentrum, auf Anregung von Pfarrer Maiba vor. Dies war der erfolgreiche Beginn einer schönen Ostersitte, die wir bis heute fortführen.

Ebenfalls auf Initiative des Ortsgeistlichen haben wir im Juni 2000 wieder eine alte Tradition aufleben lassen, denn wir Frauen der kfd gestalten seitdem wieder den Altar und den unteren Teil des durchgehenden Blumenteppichs anlässlich des Fronleichnamsfestes.

Auf Anregung von Pfarrer Maiba wurde aus der Krippenwanderung eine gemeinsame Krippenfahrt mit den Frauen der kfd Rauenberg. Ziel unserer ersten gemeinsamen Krippenfahrt im Januar 2001 war die Krippenausstellung in Renningen. Mittlerweile ist die alljährliche Fahrt zu einer Krippe Anfang Januar ein fester Bestandteil der beiden Frauengemeinschaften geworden und viele schöne Erinnerungen teilen wir mit den Frauen der kfd aus Rauenberg, zu denen wir inzwischen ein freundschaftliches Verhältnis pflegen.

Auf der Generalversammlung im März 2000 schied Thekla Beigel nach 21 Jahren erfolgreicher und sehr engagierter Arbeit aus dem Vorstand, gemeinsam mit weiteren Damen aus. Am gleichen Abend wurde ein neues Vorstandsteam gewählt. Vorsitzende wurde Barbara Hammer und Leiterin der Bastelgruppe Gudrun Spieß. In den folgenden Jahren widmeten wir uns immer wieder neu unserer sozialen Verantwortung in verschiedenen Projekten und Aktivitäten.

Im Frühjahr 2007 konnte die kfd auf 100+1 Jahre aktive Arbeit in Rotenberg zurückblicken. Anlässlich dieses Jubiläums fand ein festlich umrahmter Festakt zu Kaffee und Kuchen im Bürgerhaus statt, bei der auch etliche Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt wurden. Der Nachmittag stand unter dem Motto „Behütet von dem, der das Leben ist“. Der Festtag wurde mit einem Festgottesdienst in unserer Pfarrkirche, den wir Frauen mitgestalteten feierlich beendet

Im selben Jahr nahmen wir die Tradition der ehemaligen Gymnastikgruppe auf und beteiligen und seitdem jährlich am Kerwe-Umzug der Martini-Kerwe der für Erheiterung in den Gassen Rotenbergs am Kerwe-Sonntag (Anfang November) sorgt.

Im Jahr 2007 waren siebzig Frauen Mitglied in unserer Gemeinschaft.

Aufgrund der immer geringer werdenden Beteiligung am von uns ausgerichteten Abend zum ökumenischen Weltgebetstag der Frauen in Rotenberg Anfang März entschied sich unsere Gemeinschaft ab 2007 den Weltgebetstag gemeinsam mit der kfd aus Rauenberg und dem Frauenkreis der evangelischen Paulusgemeinde in Rauenberg im Wechsel auszurichten.

Auch die Beteiligung an der Frauenfastnacht im Rotenberger Bürgerhaus hatte in den letzten Jahren spürbar nachgelassen, woraufhin 2007 und 2008 nur noch ein närrischer Abend im kleineren Pfarrzentrum St. Michael stattfand. Von 2009 bis 2012 feierten wir die Frauenfastnacht gemeinsam mit den Frauen der kfd Rauenberg, jeweils wechselnd im Rauenberger Pfarrzentrum und im Rotenberger Bürgerhaus. Seit 2013 findet die Frauenfastnacht wieder jährlich in Rauenberg statt.

Mit der sich wöchentlich treffenden Sitztanzgruppe „RoSiTa“, welche auf Initiative von Doris Brückmann und Brigitte Urbanczik im Jahr 2011 entstand, bietet unsere Gemeinschaft ein attraktives Angebot für ältere Damen jeden Mittwochmorgen. Ein sich vierzehntägig treffender Spielenachmittag ging aus der RoSiTa 2015 hervor, auch hierzu treffen sich die Frauen am Mittwoch im Pfarrzentrum St. Michael.

Die monatliche Gemeinschaftsmesse wurde ein letztes Mal im November 2014 gefeiert und findet seither nur noch jährlich zur Adventsfeier im Dezember statt.

Im Jahr 2015 gehörten 54 Frauen unserer Gemeinschaft an.

 

Chronik der gewählten Vorsitzenden ab der Erneuerung

1979 – 1983      Luzia Stumpf
1983 – 2000      Thekla Beigel
seit 2000            Barbara Hammer

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