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„Dieser Tag ist kein Punkt, kein Abschluss, sondern ein Doppelpunkt“

Neue katholische Kirchengemeinde aus der Taufe gehoben

„Dieser Tag ist kein Punkt, kein Abschluss, sondern ein Doppelpunkt“
Neue katholische Kirchengemeinde aus der Taufe gehoben

 
Mit einem Festgottesdienst zur Einführung und Investitur der Verantwortlichen der neuen katholischen Kirchengemeinde Wiesloch, die unter dem Patronat der St.-Aegidius-Kirche in St. Ilgen steht, wurde der neue Pfarrverband offiziell aus der Taufe gehoben.
Der neue Vorsitzende des Pfarreirats Dr. Klemens Gramlich (aus Walldorf) und seine Stellvertreterin Anke Beck (aus Gauangelloch) konnten in der St.-Mauritius-Kirche in Rot Gläubige aus allen 18 bisher selbstständigen Pfarrgemeinden der alten vier Seelsorgeeinheiten Leimen-Nußloch-Sandhausen, Letzenberg, Walldorf-St. Leon-Rot und Wiesloch-Dielheim begrüßen. Darunter u.a. auch die CDU-Landtagsabgeordnete Christiane Staab, Walldorfs Bürgermeister Matthias Renschler und Leimens erste Bürgermeisterin Claudia Felden sowie die evangelische Dekanin Katharina Treptow-Garben und Vertreter der aramäischen Gemeinde. „Dieser Gottesdienst ist nicht die Investitur eines Einzelnen, sondern soll ein Tauffest für alle Beauftragten der neuen Kirchengemeinde sein“, so Gramlich.
Beim festlichen Einzug war eine Heerschar von Ministranten mit Pfarrer Bernhard Pawelzik, seinem Stellvertreter Georg Henn und dem Freiburger Ordinariatsrat Thorsten Gompper eingezogen. Dieser verlas den Bestellungsbrief von Erzbischof Stephan Burger, welcher das Leitungsamt für die neue Pfarrei auf Pfarrer Pawelzik übertrug. Dabei verwies Burger auf die Aufgaben aller Verantwortungsträger der neuen Kirchengemeinde, welche auf Basis des neuen Pfarreigesetzes sorgsam zu beachten und auszuführen seien. Bernhard Pawelzik legte stellvertretend für alle Hauptamtlichen Mitarbeiter und den neugewählten Pfarreirat das Investiturversprechen ab.
In seiner kurzen Begrüßungsansprache dankte der frisch bestellte Pfarrer und Leiter der Kirchengemeinde für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen in den vergangenen drei Jahren und für die Zukunft: „Dieser Tag ist kein Punkt, kein Abschluss, sondern ein Doppelpunkt. Wir dürfen uns der Führung Gottes bewusst sein: Gestern, Heute und Morgen“, so Pawelzik. Zum Tagegebet wurde anhand der mitgebrachten Gaben deutlich, welcher Fusionsprozess in den vergangenen Jahren beschritten worden war: Eine Glocke symbolisierte die kirchliche Vielfalt, ein frisch gebackenes Brot aus einem immer wieder angereicherten Sauerteig, ein Pilgerstab für die Reiseroute vom Letzenberg nach Rom, eine Tasche aus recycelten Bannern, das Logo der neuen Kirchengemeinde, die Tasting-Kerze von 2024 und eine Egli-Figur der hauptamtlichen Mitarbeiter. Musikalisch wurde der Gottesdienst erfrischend modern von der örtlichen Band „Spurensuche“ gestaltet.
Die Ansprache von Ordinariatsrat Thorsten Gompper fußte auf dem Johannesevangelium (Joh 1,29–34) über die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan. In einer dreifachen Spiegelung verglich er die Mission Johannes es Täufers, der nicht für sich aktiv gewesen sei, sondern um auf Jesus hinzuweisen unterwegs war mit einem Jungen einer befreundeten Familie, der zwar alle Level des neuen Computerspiels hervorragend gemeistert habe, nicht jedoch die angestandene Mathe-Klausur. Woraus er die Frage nach dem Wesentlichen ableitete. Es sei die Aufgabe der Gemeinschaft der Kirche auf Gott zu verweisen, diesen zu bezeugen und im Handeln sichtbar zu machen und Gompper rief den Gläubigen zu: „Ob wir erfolgreich mit unseren Talenten umgangen sind, wird daran gemessen werden, ob wir dabei andere Menschen mit Christus bekannt gemacht haben. Es geht um Christus den Erlöser und nicht um die Institution der Kirche!!“
BeSt
 
Zu Beginn der "Taufe" der neuen kath. Kirchengemeinde begrüßte neben dem neuen Leitungsteam der Vorstand des neu gewählten Pfarreirats (ganz links im Bild) die Gläubigen in der St.-Mauritius-Kirche in Rot 
 
Das neue Leitungsteam vollzog die Investitur der neuen kath. Kirchengemeinde: (v.l.n.r.) Georg Henn (stellv. Pfarrer), Nicolas Kneis (stellv. Pfarreiökonom), Heiko Wenz (Pfarreiökonom), Gernot Hödl (Leitender Referent), Bernhard Pawelzik (Pfarrer), Ordinariatsrat Thorsten Gompper (Freiburg) und rechts im Hintergrund die Priester und Diakone der neuen Pfarrei 
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